





Am 11. Oktober stand das letzte Spiel vor der Winterpause am Programm. Bei herrlichem Herbstwetter empfing der Walker FC den Serienmeister Union Heiligenberg am DSG-Platz. Die Kaderzusammenstellung glich dabei einem kleinen Abenteuer: Von 13 Zusagen waren gefühlt 12 offensive Spieler – defensiv gähnende Leere. Glücklicherweise konnten Berni kurzfristig einspringen und Pfanni kam quasi direkt vom Flughafen aus London aufs Feld. Damit stand letztlich eine schlagkräftige, wenn auch improvisierte Truppe am Platz. Sergey im Tor, davor Pfanni, Berni und Niklas in der Abwehr. Im zentralen Mittelfeld ein Viereck aus Kastn, Mani W., Max und Flo. Die Flügel waren mit Tenzin und Benji besetzt und im Sturm wirbelte Maxwell.
Gegen Heiligenberg rechnet man üblicherweise mit 15 Minuten Dauerdruck zum Anpfiff. Doch diesmal war es anders: Die Walker spielten befreit auf, kombinierten stark und hatten das Spiel überraschend gut im Griff – 60:40 Spielanteile für Blau in der Anfangsphase. Das Mittelfeld zeigte sich passsicher, die Defensive stabil, und vorne wurden Chancen erspielt – nur der Ball wollte nicht ins Tor. Heiligenberg kam erst nach rund 20 Minuten etwas besser ins Spiel, gefährlich wurden sie zunächst aber nur bei Standards.
Dann die 38. Minute – eine Szene für die Vereinschronik. In höchster Not klärt Berni am eigenen Sechzehner, Pfanni haut das Ding weit nach vorne – perfekt in den Lauf von Benji. Der überläuft seinen Gegenspieler am rechten Flügel und will eigentlich flanken. Doch die Hereingabe wird länger und länger… und senkt sich wunderschön ins lange Kreuzeck. 1:0 Walker FC!
Der DSG-Platz tobte – auch viele Zuschauer der vorangegangenen Partie blieben und machten ordentlich Stimmung.
Die Euphorie hielt allerdings nicht lange. Kurz vor dem Pausenpfiff fiel der Ausgleich – ein klassisches „Oaschhittn“-Tor, wie Peter Pacult sagen würde. Gewusel im Strafraum, der Ball will nicht raus, und irgendwie trudelt die Kugel über die Linie – 1:1 zur Pause.
In der Kabine war die Ansage klar: „Weiter so!“ Doch leider kam die Mannschaft nicht mehr richtig ins Spiel. Heiligenberg übernahm zunehmend die Kontrolle, während bei uns die Kräfte schwanden. Offensiv kamen nur noch vereinzelte Aktionen oder lange Bälle zustande.
In der 57. Minute folgte dann ein Treffer, den man einfach anerkennen muss: Eine Ecke mit Wucht an den langen Pfosten, ein Heiligenberger schraubt sich nach oben und köpft wuchtig zum 1:2 ein. Fast nicht zu verteidigen.
In der Schlussphase hatten die Walker gefühlt 70 % Ballbesitz, aber kaum Durchschlagskraft. Kurz vor dem Ende machte Heiligenberg mit einem einfachen Doppelpass über rechts den Sack zu – 1:3. Danach passierte nichts mehr.
Eine richtig starke erste Halbzeit mit einem Traumtor von Benji, eine kämpferisch ordentliche zweite – aber der Serienmeister war am Ende einfach zu abgezockt. Trotzdem kann sich der Walker FC mit erhobenem Haupt in die Winterpause verabschieden.
Wir freuen uns jetzt schon auf den Frühjahrsauftakt – mit frischen Kräften, einem (hoffentlich) vollen Kader und herrlichen 3. Halbzeiten.
