Ergebnisdienst GT Audorf – Walker FC

Am Samstag trafen der Tabellenvierte, Walker FC, auf den Tabellensechsten, GT Audorf, bei nasskaltem Wetter am DSG-Platz aufeinander. 

Konnte unsere Mannschaft letzte Woche gegen Urfahr nur mit 10 Spielern antreten, war diesmal ein vollzähliges Team anwesend, mit sogar 2–3 Ergänzungsspielern. Dennoch mussten wir wichtige Ausfälle beklagen, da Arbeitsbiene Kastn sowie Mentalitätsmonster Patrick fehlten. Das dünnte klarerweise unser Mittelfeld aus und so musste unser Team wieder einmal improvisieren: René rutschte genauso wie Humsti ins zentrale Mittelfeld, dafür konnten wir wieder mal den Balkanbrecher Niko sowie Übersteiger Kevin, Rookie Luki und Capitano Alex nach langen Wochen und Monaten der Absenz im Kader begrüßen. 

Die Aufstellung präsentierte sich daher wie folgt: Felix im Kasten, Ali und Michi in der IV, unterstützt von Wu und Dani auf den Außen. Humsti und René wie erwähnt in der Mitte, flankiert von Kevin und Luki. Vorne versuchten Alex sowie Niko die gegnerische Verteidigung zu beschäftigen. Auf der Bank Wiesi, Legende HG sowie ab der 2. Halbzeit Bad Wolf Müllert. 

Aber auch die Audorfer mussten eine wichtige Personalie vorgeben: Ihre Tormann-Legende Presi erlitt beim Match in der Vorwoche nach einem Foul einen Bruch des Augenbogens und war nach OP in dieser Woche nur als Betreuer am Spielfeldrand zugegen. Alles Gute und schnelle Genesung wünscht der gesamte Walker FC. 

Zögerliche Walkers – schnelles Gegentor

Von Beginn an machte sich das Rotationskarussel der Walkers leider deutlich bemerkbar. Die fehlende Abstimmung zwischen den Spielern respektive den eigenen Reihen machte sich von der ersten Minute an bemerkbar und so hatten wir gegen die rollenden Angriffe der Audorfer meist das Nachsehen. Die Gegner spielten strukturierter und auch geradliniger in die Tiefe. Ihre höhere Laufbereitschaft machte sich dann auch gleich nach 3 Minuten bemerkbar. Auf der rechten Seite brach ein Spieler viel zu leicht durch, zu allem Unglück rutschte unser IV über den hereingespielten Ball unglücklich drüber und so stand ein Audorfer alleine vor Felix, der ihm keine Abwehrchance bot. 0:1 für Audorf. 

Im Anschluss fing sich aber unsere Mannschaft etwas und konnte ein, zwei schöne Szenen ins Spielbuch eintragen. Aber wirklich Zwingendes konnte dabei leider nicht geschaffen werden. Im Gegenzug zeigten die Audorfer immer wieder, dass sie an diesem Tag mit aller Macht gewillt waren, das Match zu gewinnen. Ein ums andere Mal spielten sie den Ball in die Tiefe, wobei unsere gesamte Defensive alle Beine, Köpfe und Hände voll zu tun hatten, einen noch höheren Rückstand zu verhindern. Gelegentliche Entlastungsangriffe der Walkers verpufften leider spätestens an der Strafraumgrenze. 

So ging es mit einem glücklichen 0:1 in die Pause. Wenn wir zur Halbzeit schon 0:2 oder 0:3 hinten gewesen wären, hätten wir uns nicht beklagen dürfen. 

Beste Phase der Heimmannschaft

Für die 2. Halbzeit wurde vorerst Wiesi statt Luki auf das Feld geschickt. Und der zweite Durchgang begann gleich mit einem Paukenschlag: Kevin brach auf links durch, wieselte zur Grundlinie und flankte das Spielgerät perfekt auf den Scheitel von Alex, der am 5er wartete. Dieser wurde aber von einem Gegenspieler noch entscheidend gestört und setzte den Kopfball nur Zentimeter neben das Tor. Kevin selbst konnte einen Fernschuss im Anschluss ebenfalls nur knapp neben das Tor setzen. Das war nun die beste Phase der Walkers. Wir setzten uns mit Vehemenz in der gegnerischen Hälfte fest und setzten die Audorfer immer wieder unter Druck.

Doch gerade in dieser Drangphase ein massiver Rückschlag: Ein sichernder Ball, der in die Defensive gespielt wurde, wurde unbedrängt direkt einem Audorfer Stürmer am Sechzehner in die Beine gespielt, der Rest war nur mehr Formsache. 0:2 zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Billige Gegentreffer

Dieser erneute Treffer schockte offenbar unser Team gewaltig. Und so kam es wie es kommen musste, die Audorfer erhöhten nur kurz darauf hocheffizient nach einem präzisen Pass in die Tiefe zum 0:3, wobei unsere Defensive inklusive Handschuh sich nicht einig war, wer den anlaufenden Stürmer nun denn attackieren solle und dementsprechend kollektiv fernblieb.

Dann folgte zu allem Unglück auch noch eine Verletzung von René, der sich bislang aufopferungsvoll für das Team aufrieb und immer wieder Löcher stopfte, jedoch bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler überknöchelte und ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Bad Wolf Müllert in die linke Defensive, Dani wechselte auf rechts, Wu eins nach vor. Niko wurde auf die 6 beordert und Kevin in den Sturm. 

Durch die erzwungenen Umstellungen fand das Team sich nun noch schwerer zurecht, die zuvor erlangte bessere Abstimmung ging wieder verloren. Und nur wenig später besorgten die Gäste folgerichtig mit einem blitzschnellen Angriff über mehrere Stationen das 0:4, bei der sie in Dortmund-Style die Pässe nur kurz klatschen ließen und unsere Linien dadurch extrem schnell überbrückten und schließlich mit drei freistehenden Stürmern mutterseelenalleine vor Felix standen und ihm wieder mal keine Chance ließen.

Mit dem 0:4 war der Widerstand unseres Teams leider gebrochen. Zwar konnten wir, vor allem angetrieben von Humsti, noch die eine oder andere Ergebniskorrektur versuchen, doch die Luft war bei den Walkers nun gänzlich heraußen und das Spiel endete mit einem 0:4.

Verdienter Sieg der Audorfer, wiewohl etwas zu hoch, da wir ihnen 2–3 Tore geradezu auf dem Silbertablett servierten. Nachbemerkung: Legende HG kam leider nur zu einem Kurzeinsatz, da der Schiri die Halbzeit mutwillig verkürzte respektive das Spiel früher abpfiff und die Betreuer noch von 10 Minuten Spielzeit ausgingen.

Am nächsten Samstag geht’s dann gegen die Kicker der Kokosnuss um 14 Uhr auf dem Seminarplatz. Hier können wir wieder auf Kastn und Patrick (und auch noch ein paar Spieler mehr?) zählen, hoffentlich macht sich da die personelle Verstärkung wieder auch im mentalen Bereich bemerkbar. Denn wie sagte schon Jesse Marsch richtig: »Das ist kein fucking Freundschaftsspiel …!«


Walker FC – GT Audorf 0:4 (0:1). Schiri: Pötzi (befriedigend)
Zuseher: Wiesi Papa, Faso, Paul mit Familie, Blacky, Zazn

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